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Dresden, Taschenbergpalais

Leistungen:  Unterkellerung der Bebauung mit 4 Tiefgeschossen und Wiederaufbau des Gebäudes unter Einbeziehung der Altbebauung

Schlitzwand: 4.000 m² d = 80 cm, Tiefe ca. 16,00 m
Primärstützen:  74 Stück, Längen ca. 18,00 m
GEWI-Pfähle: 360 Stück, DU 180 mm
Trägerbohlwand: 300 m²
Spritzbeton mit Vernagelung:  100 m²

Besonderheiten:
Das Taschenbergpalais ist Teil der innerstädtischen Bebauung Dresdens, die größtenteils  im 17./18. Jahrhundert unter Regie der sächsischen Kurfürsten entstand. Speziell dieses Gebäude gab König August II. (der Starke), Kurfürst von Sachsen, für die Gräfin Taschenberg bei dem Architekten Pöppelmann in Auftrag. Der so entstandene prächtige Barockbau, der über der darunter liegenden mittelalterlichen Bebauung errichtet wurde, fügte sich vollendet in das Ensemble „Zwinger – Semperoper – Schloß -Katholische Hofkirche“ ein, für das die Dresdener Innenstadt so bekannt ist.
Das Palais wurde am 13. Februar 1945 beim Angriff der alliierten Streitkräfte auf Dresden zerstört. Im Rahmen des Wiederaufbaus des Stadtzentrums sollte jedoch ab 1993 auch das Taschenbergpalais wieder hergestellt und schon Ende 1994 als Hotel genutzt werden.

Dafür musste innerhalb kürzester Zeit ein historisches Bauwerk mit 4 Tiefgeschossen unterkellert und das neue Gebäude unter Einbeziehung der noch vorhandenen Teile der Ruine neu errichtet werden.

Die Baugrube wurde mit einer Ortbetonschlitzwand ausgeführt, die Ruine mit Bohrpfählen und einer Stahlkonstruktion abgefangen. Das Grundwasser wurde für die Bauzeit mit Tiefbrunnen abgesenkt.

Die Arbeiten wurden wegen der engen Termine in Deckelbauweise ausgeführt, d.h. über dem zweiten Tiefgeschoss, etwa 3 m unter GOK, wurde eine Deckenscheibe eingebaut und anschließend nach oben und unten gleichzeitig weitergebaut (top and down). Wegen der großen Stützweiten wurde die Deckenscheibe auf Mittelstützen aufgelegt.

Diese Arbeiten waren vorab in ca. 20 m tiefe bentonitgestützte Schlitze eingestellt und die Schlitze ausbetoniert worden. Um keine Stellplätze in den als Parkplatz genutzten Tiefgeschossen zu verlieren, hatten diese Mittelstützen aus zusammengesetzten Stahlprofilen ganz schlanke Abmessungen und vertrugen daher keine Herstellungstoleranzen, die üblicherweise von den einschlägigen Normen zugestanden werden.

Um diese Herstellungstoleranzen zu vermeiden, waren am Fuß der Stützen Markierungen angebracht. Über Vierkantrohre wurden diese Markierungen mittels Laserstrahl kontrolliert und die Stützen vor dem Betonieren mit einer eigens dafür hergestellten Stahlkonstruktion mit eingebauten Druck-Kissen ausgerichtet.

Während oben der gewohnte Baubetrieb weitergeht, geschieht unten der Aushub für die weiteren Tiefgeschosse und der Einbau einer weiteren Deckenscheibe als Aussteifung.

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